Löffel gegen Glas. Ich will was sagen:

 Moin, Moin.

Hier gibt's eine regelmäßige Kolumne über Wort und Wörter, Buch und Bücher, Literatur, Orthografie, Sprache, über grenzwahnsinnige Posts, lächerliche Kommentare und Dinge, die die Welt zwar nicht bewegen, mich aber schon.


Und wieder einmal Post

an "Herr Kracht."

Es ist ein grauenhaftes Deutsch und ein ständiges Ärgernis: Das Ignorieren unseres "Akkusativ." Wie bitte, da stimmt auch etwas nicht? Stimmt.

Natürlich schreiben wir an Herrn Kracht und geben dem Akkusativ ein "s".

 

 

 

 


"Geschafft" in Griechenland.

 

Tatsächlich gibt es mein Antiraucher-Buch auch im Land der Hellenen.

Übersetzt in eine Sprache, die ich weder verstehen, noch lesen kann. Aber hallo...  wer kann schon von sich behaupten, ein Buch geschrieben zu haben, das in griechisch übersetzt wurde.

Wie sich die Lektüre in Griechenland verkauft hat, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Mal sehen, ob die Russen demnächst nachziehen..? Hmm, besser nicht "nachziehen".


Einer, der's geschafft hat. E-Mail aus Athen:

 

Mr Wolfgang Max Kracht,

I hope to send my message to the right address.
I would like to thank you for the help I got, reading your book for smoking cessation. I am 38 years old and I smoked for 19 years.
Many times I was thinking to stop it but I scared deprivation. Previously, I had stopped it using
treatment, but then ended the drugs I started to smoke again.
I had realized that my power is missing to take the brave decision. Υour book gave me this power. A few pages before the end and I did it! Today, it's been 19 days that I do not smoke. Now I have decided that the cigarette for me is past. Only the first two days was very difficult. The way was one: I just stopped! In my daily life. In my job. In my usual daily life. I did not trip. I did not ask permission to miss from my work. There came nothing that would improved my life. I just stopped! My life has remained the same. With a difference however: I do not smoke any more!
Great pleasure. I feel proud that I did it.
Thank you for the help.
Kiriakos Pitsikoglou

Athens, Greece

 

 


Die Inflation des "Apostroph's."

Keine Frage, irgendwann muss es einen Sonderposten an Apostrophen gegeben haben, sehr günstig zu erwerben und so gut wie überall einsetzbar. Bleibt händeringend zu hoffen, dass sich dieser Vorrat langsam dem Ende zuneigt und das Satzzeichen wirklich nur dort eingesetzt wird, wo es auch hingehört. Ganz sicher schon einmal nicht in diese Überschrift, denn merke: Das Apostroph ist ein AUSLASSUNGSZEICHEN und nichts, aber auch gar nichts anders. Es ersetzt einen oder mehrere Buchstaben. Wie geht's? Jawohl, dort gehört es hin, denn das Apostroph ersetzt das e im es. Stimmt's? Und wer nach D'dorf reist, lässt gleich 5 Buchstaben außen vor, da lohnt sich doch endlich mal das Apostroph und erklärt eindrucksvoll seine Existenzberechtigung.

 

Das Apostroph hat schon überhaupt nichts hinter Vor- oder Nachnamen zu suchen, klar, die Amis setzen es, MacDonald's schreibt sich halt so, aber: Die amerikanische Grammatik gilt nicht in Deutschland, also gibt's hier keine Ami's und keine Dollar's, wir bezahlen mit Euros und nicht mit Euro's.

 

Wenn sich nun Silke mit ihrem Friseur-Salon und Uwe mit seinem Imbiss das Apostroph gönnt, dann liegen sie leider falsch. "Silke's Hairberge" und "Uwe's Grillator" sind zwar lustige Wortschöpfungen, aber grammatikalische Flops. Silkes und Uwes Problem ist der Genitiv, aber das führt jetzt hier vielleicht ein wenig zu weit. Im übrigen gibt es eine Ausnahme: Sie betrifft meine liebe Freundin Andrea. Ihr Flower-Power-Shop würde ohne Apostroph zu "Andreas-Floristik" ungerechterweise in männliche Hände geraten, wie schön, dass hier "Andrea's-Floristik" Klarheit schafft. Jawoll, deutsche Sprack, schwäre Sprack.

 

Letztlich aber zum Oberflop: Wer kommt auf die Idee, Wörter im Plural mit einem Apostroph zu versehen? Handys sind Handys und niemals Handy's. Und wie ist das mit den Autos? Schaut selbst, wie sehr das schmerzt:

 


"Du bist noch keine 60? Schade ..."

Ist schon irre und ziemlich cool, was die "Alten" auf die Beine stellen. Und alt sind sie schon gar nicht. Zumindest nicht in der Birne. Marina Reiter und ich haben insgesamt 14 "Sechzig-Plus Leute" interviewt und zusammengetragen, mit welchem Elan, Ehrgeiz und Können die verschiedensten Projekte realisiert werden und wurden. Absolut lesenswert, besonders für alle, die noch etwas bewegen wollen.

 

Leider hat sich am allerwenigsten der Vertrieb meines Verlages bewegt,  noch nicht einmal zur Live-Sendung beim MDR im Februar vergangenen Jahres lag dem Sender ein Exemplar vor, obwohl dies händeringend von mir erbeten wurde und eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Als Gast in der Sendung hatte ich dann meine eigenen Exemplare dabei. Egal, der Verlag wird in diesem Jahr gewechselt.

 

Das Buch lief gut, allerdings fast ausschließlich über den Online-Handel, nur wenige Buchhandlungen in Deutschland hatten es im Angebot. Selbst nach der Live-Sendung im MDR gab es keine Buchhandlung in Leipzig, die das "Phantom" auf den Büchertischen oder in den Regalen präsentierte.

 

Hier gibt's das Phantom, in ein paar Tagen bei euch zuhause.


Freundschaft ...

... mit Norbert Hölter, eines der Protagonisten aus dem aktuellen Buch "Das Phantom, der Opa".

Er lud nach Zellingen, das liegt in unmittelbarer Nähe von Würzburg, zur Autorenlesung und es wurde ein toller Erfolg, gemeinsam mit lieben Menschen und großartigen Begegnungen. Norbert vermittelt Kinder-Patenschaften auf den Philippinen, ähnlich wie PLAN, jedoch kommt hier jeder Cent bei denen an, für die es gedacht ist und landet nicht zu einem erheblichen Teil bei Verwaltung, Organisation und Marketing.

 

Ich habe Norbert Hölter ein Kapitel in dem Buch gewidmet, welches ich allen sehr ans Herz legen möchte. Infos über das Projekt von Norbert jetzt über diesen Link.

 


Peinlich ...

... da lebe ich in einem 700 Seelen-Dorf und bin beglückt, dass sich mir plötzlich die Gelegenheit bietet, am Sonntag shoppen zu gehen. Klasse. Ist auch egal, was ich kaufen kann, Hauptsache, ich kann. Es schlägt 11 Uhr. Ich also  hin. Aber nix da. Kein Shopping-Erlebnis. Vor lauter Frust lasse ich mir einen Schoppen Wein servieren und siehe da: Den gibt's. Aber so früh war es mir dann auch nicht recht. Nee, mal ehrlich: Wochenlang war dieses Schild im Dorf präsent. Hab wirklich nur ich bemerkt, dass hier etwas nicht stimmt?


Kommentare: 1
  • #1

    Norbert Hölter (Montag, 18 Januar 2016 22:09)

    Lieber Max,
    endlich kann ich dir zu deiner neuen Homepage gratulieren. Sehr aufgeräumt, gelungen und ansprechend. Ich wünsche dir viele nette Besucher auf dieser Seite und bedanke mich sehr für deinen Hinweis auf mein Schülerhilfsprojekt.
    Toi, toi, toi und alles erdenklich Gute.
    Dein Freund Norbert